Im Juni 2021 hatte ich einen kurzen Krankenhausaufenthalt und der hat so einiges bewirkt. Man hat in solchen Situationen viel Zeit zum Nachdenken und man überlegt, was ist wichtig im Leben. Das klingt jetzt alles irgendwie nach Endzeit, ist es aber nicht. Aber ich war immer für andere da wenn ich gebraucht wurde und hatte mich dabei irgendwann vergessen. Das sollte sich jetzt endlich ändern. Nachdem ich im Juli 2020 mein erstes Rennrad gekauft hatte und sich das Ziel Berlin mit dem Rennrad in meinem Kopf festgesetzt hatte, fing ich an zu trainieren. Naja trainieren ist jetzt etwas übertrieben, aber ich weiß, dass ich meine Kondition steigern muss, wenn ich Berlin in einer Woche erreichen möchte. Ich muss aber definitiv noch Erfahrungen zum Thema "lange Ausdauerfahrten" sammeln und meinen Weg dahin finden. Auch wollte ich schon länger mal den Ruhrtalradweg mit dem Fahrrad fahren, was natürlich auch mit dem Rennrad möglich ist. Wobei ein Gravel-Bike hier die bessere Alternative ist. Mein Mann (Hase) wollte mich dazu nach Arnsberg fahren, aber ich hatte einen anderen Plan. Ich wollte mit dem Zug nach Arnsberg und von da aus bis nach Duisburg fahren. Ich bin mit meinem Hase gesegnet, denn er unterstützt mich in allem was ich unternehme und lässt mich auch einfach machen. Sein Angebot mich jederzeit irgendwo abzuholen sollte ich stranden und mich spätestens in Duisburg aufzusammeln, machte mir mein Vorhaben um einiges komfortabler und sicherer und ich musste nicht weiter planen "was wäre wenn". So ging es dann am 24.06.2021 morgens mit dem Zug Richtung Arnsberg. Dort angekommen habe ich mich kurz orientiert, tief Luft geholt und bin los gefahren. Noch in Arnsberg hatte ich dann eine kleine Bekanntschaft mit dem Asphalt. Nachdem ich mich aufgerappelt und meine Blessuren versorgt hatte, wurde das Bike begutachtet und für weiterhin fahrtüchtig bewertet. Trotzdem musste ich erstmal runterkommen nach dem Schreck, also erstmal mit Hase telefoniert. Danach ging es dann weiter und ab da lief es auch ganz gut, auch wenn es anfangs noch Nieselregen gab und danach sehr feuchte Luft. Für meine Schürfwunde war das allerdings optimal, denn so trocknete die Schürfwunde nicht richtig ab und konnte dadurch auch nicht spannen. Kurz vor Essen kam dann die Sonne raus und ab da merkte ich dann meine Wunde wieder, so dass ich dann in Essen am wunderschönen Baldeneysee die Tour abgebrochen habe, da die Schürfwunde anfing weh zu tun, die Luft raus war und das Biken dann keinen Spaß mehr machte. Hier noch ein paar Bilder der Tour und ganz unten die Streckenführung meiner Tour.

 

 

 
© ALL RIGHTS RESERVED by goesnet